aija sakova

Wer bin ich


Ich bin
  • Literaturwissenschaftlerin,
    Studium der Germanistik und vergleichenden Literaturwissenschaft in Tartu, Konstanz, Wien und Berlin (Humboldt Universität zu Berlin),
    Promotion 2014 zur Poetik des Erinnerns und der moralischen Zeugenschaft im Werk von Christa Wolf und Ene Mihkelson (siehe mehr dazu >)

  • Kritikerin,
  • und Kuratorin sowie Moderatorin literarischer und kultureller Ereignisse, 
aber auch 
  • Mutter, Tochter, Freund, Frau ....

    "Die Sprache ist meine Heimstatt, mein Zuhause; die estnische, die deutsche, die Sprache generell. Ich liebe die Sprache und ich lebe durch die Sprache. Literatur und die Beschäftigung mit der Literatur ist meine Berufung und meine Leidenschaft. Das gelebte Leben und die erfahrenen Freuden und Leiden sind für mich fast lebendiger oder intensiver, wenn ich sie für mich versprachlicht, also in der Sprache ausgedrückt und mithilfe der Sprache durchdacht habe. Das heißt nicht, dass ich Bücher oder das Schreiben mehr als das Leben selbst schätze. So ist es nicht. Umgekehrt, ich liebe das Leben, nur bin ich ein Wort-Mensch. Mir sind die Worte gegeben, als Mittel für die Erkundung der Welt. Und diese Tatsache muss ich ernst nehmen. Nur war ich mir dessen nicht immer bewusst, es war ein langer Weg bis dahin, bis zu dieser Erkenntnis."
    (Essay "Die vielen Fenster und Türen des Deutschen", 2018)

Heute arbeite ich als Literaturwissenschaftlerin, früher habe ich auch als Journalistin, Leiterin der Abteilung für Altdrucke an der Akademischen Bibliothek der Universität Tallinn, aber auch als Lehrerin für wissenschaftliches Schreiben an dem Kadrioru Saksa Gymnasium gearbeitet. Heute bin ich im Estnischen Kulturhistorischen Archiv des Estnischen Literaturmuseums in Tartu angestellt und beschäftige mich vor allem mit den Fragen des Erinnerns und der Ethik des Gedächtnisses sowie mit der Frage der Aufarbeitung des Schmerzes vergleichend in der deutschen und estnischen Literatur. In der neuesten Zeit habe ich angefangen, mich neben der deutschen und estnischen Literatur auch in die bulgarische Literatur einzuarbeiten.

Aus der deutschsprachigen Literatur haben gehört und gehören immer noch Ingeborg Bachmann, Christa Wolf und Walter Benjamin zu meinen Lebensgefährten, natürlich habe ich auch über die Werke vieler anderen Autoren nachgedacht und geschrieben. Aus der estnischen Literatur sind meine Begleiter im Leben vor allem Ene Mihkelson und Viivi Luik, aber in den letzten Jahren auch Maarja Kangro, Aare Pilv, Jaak Jõerüüt und Käbi Laretei, die weltberühmte schwedisch-estnische Pianistin, die später Bücher auf Schwedisch angefangen hat zu schreiben.

Seit Mai 2018 bin auch Vorstandsvorsitzende der Ene Mihkelson Gesellschaft, die wir mit Marju Lauristin, der Verwalterin des Erbes von Ene Mihkelson, und vielen anderen Kulturschaffenden gegründet haben. In Deutschland gehöre ich auch der Internationalen Christa Wolf Gesellschaft an.

Also, ich beschäftige mich mit den Fragen des Erinnerns und damit, wie Literatur dazu beitragen kann, dass das Vergangene, darunter die Traumas des Vergangenheit durchdacht, verarbeitet und somit auch hinter sich gelassen werden können.